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1976

Benzinpreis: 0,89 DM
Dieselpreis: 0,89 DM
Superpreis: 0,95 DM

1. Januar 1976

Die Gurtpflicht für Autoinsassen auf den Vordersitzen wird eingeführt. Mit einer Kampagne unter dem Motto „Klick – erst gurten, dann starten" will man die „Gurtmuffel" zum Anschnallen bewegen und die Anzahl der Unfallopfer und Verkehrstoten reduzieren.

 

Doch obwohl viele Menschen Sicherheitsgurte (theoretisch) für sinnvoll halten, steigt die Zahl der Gurt-Nutzer zunächst kaum an – auch weil ein Verstoß gegen die Gurtpflicht straffrei bleibt.

1970:

Was gab es sonst noch Neues?

Golf I GTI

Werkscode: Typ 17 (A1) Kombi-Limousine

Golf I GTI

Der Golf GTI wird 1975 auf der IAA in Frankfurt vorgestellt. Dort staunt man über derart dezent verpackte 110 PS, erzeugt von einem von Audi übernommenen 1,6-Liter-Einspritzmotor, verborgen in einer kompakten Karosserie in marsrot und mit beeindruckendem Leistungsgewicht.

 

Den GTI gibt es in zwei Farben, die Alternativlackierung heißt diamant-silbermetallic. Die Ausstattung ist sportlich: Unter anderem werden alle Chromteile durch schwarz lackierte Komponenten ersetzt, der Kühlergrill trägt den GTI-Schriftzug und erhält die rote Umrandung. Der Dachhimmel ist ebenso wie Sonnenblenden und Teppiche tiefschwarz. Der Frontspoiler wird vergrößert, außerdem werden Breitreifen in der Dimension 175/70 HR 13 aufgezogen. Das Fahrwerk ist straffer und liegt tiefer (vorn 10, hinten 20 Millimeter), zusätzlich kämpfen Stabilisatoren vorne und hinten gegen die Seitenneigung. Für Kenner ist das Kürzel HR in der Reifenbezeichnung ein versteckter Fingerzeig: Dieses Auto fährt garantiert über 180 km/h! Im Innenraum gibt es körpergerecht ausgeformte Sportsitze mit dem bekannten Schottenkaro, geschaltet wird mit dem berühmten Golfball.

 

Volkswagen bietet mit diesem Fahrzeug ein überaus reizvolles Gesamtkonzept.  Der niedrige Benzinverbrauch und das geringe Gewicht von nur 810 Kilogramm sorgen für hohe Wirtschaftlichkeit.

 

Obwohl die Entwicklungsmannschaft zunächst durchaus skeptisch ist, verkauft sich der GTI aus dem Stand hervorragend. Er erreicht rasch Liebhaberstatus und feiert Erfolge im internationalen Motorsport.

Golf I GTI

Werkscode: Typ 17 (A1) Kombi-Limousine

Modellvarianten / Bauzeit: Golf I 1.6 GTI: 1976 – 1982 # Golf I 1.8 GTI: 1982 – 1983
Motor: Vierzylinder, wassergekühlt
Einbaulage Motor: Front, quer
Antrieb: Front
Radstand: 2.400
Länge / Breite / Höhe (mm): 3.725 / 1.630 / 1.395# 3.815 / 1.630 / 1.395 (ab 1978)

Motorversionen

Typ:

1.6 GTI

Hubraum (cm3):

1.588

Leistung (kW / PS - bei min-1):

81 / 110 / 6.100

max. Drehmoment (Nm - bei min-1):

137 / 5.000

Typ:

1.8 GTI

Hubraum (cm3):

1.781

Leistung (kW / PS - bei min-1):

82 / 112 / 5.800

max. Drehmoment (Nm - bei min-1):

150 / 3.500

Golf I GTI

Werkscode: Typ 17 (A1) Kombi-Limousine

Auswahl aller Maßnahmen zur Modellpflege:

1978:

Der GTI bekommt neue Stoßfänger mit auswechselbarem Kunststoffüberzug, der auf einem kräftigen Metallträger befestigt ist. Durch dieses üppigere Profil wird das Fahrzeug fast zehn Zentimeter länger.

 

Zusätzlich werden diverse Gummilagerelemente verbessert und die Tür- und Heckschlösser verstärkt.

Modellpflege Golf I GTI 1978:

Größere, kunststoffummantelte Stoßfänger sind das äußere Erkennungsmerkmal des GTI ab 1978

1979:

Ebenso wie beim Grundmodell gibt es auch beim GTI ab diesem Produktionsjahr eine Rechtslenker-Ausführung. Das Gurtschloss wird zur optimalen Anpassung an den Sitz verlegt. Außerdem ist jetzt auch ein Stahlschiebedach bestellbar.

1980:

Der Golf wird in diesem Jahr mit Dreipunkt-Automatik-Gurten ausgestattet, die Bremsanlage wird standfester. Eine wichtige Neuerung: Der GTI erhält serienmäßig ein Fünfganggetriebe mit knapper Spreizung und kurzer Übersetzung.

1981:

Das Facelift wird weitergeführt: Die Heckleuchten werden deutlich vergrößert, das Armaturenbrett wird neugestaltet. Auffällig ist das neue Vierspeichen-Sportlenkrad. Der GTI ist ab diesem Jahr auch viertürig lieferbar und kann optional mit 4+E-Getriebe bestellt werden.

1982:

Die Grundausstattung erfolgt jetzt mit dem Fünfganggetriebe als 4+E, das kurz gestufte Getriebe ist jetzt nur noch auf Wunsch erhältlich.

1983:

Entscheidender Entwicklungsschritt in diesem Jahr ist der neue 1,8-Liter-Motor mit 112 PS, niedrigerem Drehzahlniveau und verbessertem Durchzug. Dieser Motor hat bei Volkswagen wichtigen Anteil an der Motorenausstattung der 80er und 90er Jahre – und das in allen Volkswagen Modellen. Die Achsübersetzung des GTI kann mit diesem Motor auf ein verbrauchsgünstiges Maß verlängert werden.

 

Zum Abschluss der GTI-Produktion erscheint im Mai dieses Jahres die legendäre Pirelli-Sonderserie mit Doppelscheinwerfer-Grill und drei Sonderfarben: Heliosblau Metallic, Marsrot und Lhasa Metallic. Auf markanten Alufelgen mit P-Lochmuster werden Pirelli CN 36 in der Größe 185/60 HR 14 aufgezogen. Hinzu kommen Veränderungen im Innenraum und ein Vierspeichen-Leder-Sportlenkrad.

 

Der Golf GTI ist im Produktionsabschnitt 1976 bis 1983 ca. 450.000 Mal gebaut worden, sein Anteil an der Golf-I-Produktion beträgt acht Prozent. Die einstigen Golf GTI-Entwickler hatten – ganz defensiv – die Verkaufszahlen in Deutschland auf 5.000 Fahrzeuge pro Jahr geschätzt. Interessant ist die Exportquote des schnellsten Golf: 35 Prozent aller GTI gingen nach Frankreich, 18 Prozent nach Italien, die Schweiz liegt mit 13 Prozent auf dem dritten Platz. 

Modellpflege Golf I GTI 1983:

Überraschungsserfolg: 450.000 Golf I GTI wurden gebaut (hier der GTI Pirelli).

Modellpflege Golf I GTI 1983:

Legendär und begehrt: Der GTI Pirelli.

Golf I GTI

Werkscode: Typ 17 (A1) Kombi-Limousine

Prospekte

Prospekt: Golf I GTI Golf I GTI - 08/1976

Golf I GTI - 08/1976

Prospekt: Golf I GTI Golf I GTI Pirelli - 08/1983

Golf I GTI Pirelli - 08/1983

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