1990
| Benzinpreis: 1,14 DM | ||
| Dieselpreis: 1,02 DM | ||
| Superpreis: 1,19 DM | ||
3. April 1990 Erstmals fliegen 90 DDR-Bürger zum Urlaub in ein westeuropäisches Feriengebiet: auf die spanische Insel Mallorca. Die DDR-Fluggesellschaft Interflug und das bundesdeutsche Reiseunternehmen TUI organisieren den Flug, der von Ost-Berlin über Dresden nach Palma de Mallorca führt, wo die Reisenden feierlich mit mallorquinischer Folklore begrüßt werden. Der einwöchige Urlaub kostet pro Person 1.350 (DDR-)Mark zuzüglich 220 DM (also westdeutsche Währung).
Da es sich hierbei um die erste organisierte Reise aus der DDR in ein westeuropäisches Feriengebiet handelt, ist der Medienrummel entsprechend groß: Die 90 Urlauber werden von etwa 60 deutschen und unzähligen spanischen Journalisten begleitet. |
1970: | Was gab es sonst noch Neues? |
Golf II Country
Werkscode: Typ 17 (A2) Kombi-Limousine
Volkswagen baut Ende der 80er Jahre die Golf-Reihe systematisch aus. Bisher stehen die sportlichen Ableger im Vordergrund, jetzt testet das Werk das Kundeninteresse mit einer Studie „Montana", die einen Golf in ungewöhnlichem Offroad-Look zeigt.
Gibt sich der Golf syncro noch erdverbunden, wächst dieses Exemplar in der Höhe um fast 12 Zentimeter. Das kommt gut an und löst Nachfrage aus. Damit ist die Entscheidung klar, der Gelände-Golf geht im April 1990 in Serie, aus dem Montana wird der Golf Country.
Was dürfen die Kunden erwarten? Sie bekommen einen viertürigen syncro mit all seinen Fähigkeiten, der mitels Hilfsrahmen um zwölf Zentimeter angehoben ist und damit ein völlig anderes Erscheinungsbild abgibt. Ein mächtiges Schutzgitter dominiert die Front, das Reserverad ist – ganz offroad - mit einem Schutzbügel verschraubt, der zum Öffnen des Kofferraumes weggeklappt wird. Aus dem syncro bekannt: Der Inhalt des freigelegten Fachs verliert wegen des raumfordernden Hinterachsdifferenzials ein Drittel seiner Größe. Die Bodenfreiheit liegt bei knapp 20 Zentimeter.
Motorisiert ist der hohe Golf mit Wolfsburgs bester Antriebsquelle, wenn Kraft aus dem Keller gefragt ist: Der 1,8-Liter-Motor mit 98 PS zieht und schiebt den Country trotz fehlender Sperren und Geländeuntersetzung mit Erfolg durch schwieriges Gelände. Bereift ist der Country mit 15-Zoll-Rädern in der Dimension 195/60 15V.
Golf II Country
Werkscode: Typ 17 (A2) Kombi-Limousine
| Modellvarianten / Bauzeit: | 1990 – 1991 | |
| Motor: | Vierzylinder, wassergekühlt | |
| Einbaulage Motor: | Front, quer | |
| Antrieb: | Allrad | |
| Radstand: | 2.480 | |
| Länge / Breite / Höhe (mm): | 4.255 / 1.704 / 1.555 |
Motorversionen
| Typ: | 1.8 | |
| Hubraum (cm3): | 1781 | |
| Leistung (kW / PS - bei min-1): | 72 / 98 / 5.400 | |
| max. Drehmoment (Nm - bei min-1): | 143 / 3.000 |
Golf II Country
Werkscode: Typ 17 (A2) Kombi-Limousine
| Auswahl aller Maßnahmen zur Modellpflege: | ||
| 1990: Im Juli erscheint eine Sonderserie „Allround" mit strapazierfähiger Serienausstattung (Kunstledersitze) in der Farbe Waldgrün. Dieses Modell verkauft sich nur 160 Mal. | ||
| 1991: Im Januar wird die verfeinerte Variante „Chrom Edition" präsentiert. Der tiefschwarze Country verfügt über eine edle Lederausstattung, seine Chromfelgen erinnern an hochglänzende amerikanische Sporträder. Dieses Modell wird 558-mal verkauft. Etwas geheimnisumwittert ist die letzte Sonderausführung „Wolfsburg Edition" – ein Country mit GTI-Motor (107 PS), der nur 50-mal an Werksangehörige verkauft wird.
Im Dezember wird die Produktion des Country eingestellt, nachdem insgesamt 7.735 Fahrzeuge hergestellt worden sind. Heute sind vierradgetriebene Fahrzeuge aus dem Straßenbild nicht mehr wegzudenken und so findet auch der Country begeisterte Fans, die einen besonders raren Golf ihr eigene nennen können. | Tiefschwarz: Golf Country "Chrom Edition". |


