1973
| Benzinpreis: 0,69 DM | ||
| Dieselpreis: 0,71 DM | ||
| Superpreis: 0,77 DM | ||
8. Januar 1973 Die ARD beginnt mit der Ausstrahlung der Vorschul- und Kinderserie "Sesamstraße". Da der Bayerische Rundfunk die Sendung ablehnt, weil die amerikanische Produktion die soziale Wirklichkeit in Deutschland nicht korrekt darstelle, erfolgt die Ausstrahlung nur in den Sendegebieten des NDR, RB, SFB, WDR und HR sowie in den jeweiligen 3. Programme.
Für das deutsche Publikum werden die Beiträge der „Muppets" (die Puppen rund um Ernie und Bert, Kermit & Co) und der Schauspieler nachbearbeitet und synchronisiert. | So bekannt wurde Kermit: 2003 erhält er einen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame |
1970: | Was gab es sonst noch Neues? |
Käfer 1200/1200 L (1973 – 1985)
Werkscode: Typ 11
Der „Spar-Käfer" wird weiterhin angeboten. Ab 1977 wird er nur noch als besser ausgestattetes Modell 1200 L in Mexiko gebaut und noch bis 1985 nach Deutschland importiert. In Fachkreisen erhält es den Namen „Mexiko-Käfer", ist in Ausstattung und Ausführung aber weitgehend mit dem bis 1977 in Emden produzierten Käfer identisch.
Käfer 1200/1200 L (1973 – 1985)
Werkscode: Typ 11
| Modellvarianten / Bauzeit: | 1200: 1973 – 1977# 1200 L: 1977 – 1985 | |
| Motor: | Vierzylinder-Boxer, luftgekühlt | |
| Einbaulage Motor: | hinten, längs | |
| Antrieb: | Heck | |
| Radstand: | 2.400 | |
| Länge / Breite / Höhe (mm): | 4.070 / 1.540 / 1.500 |
Motorversionen
| Typ: | 1200 | |
| Hubraum (cm3): | 1.191 | |
| Leistung (kW / PS - bei min-1): | 25 / 34 / 3.600 | |
| max. Drehmoment (Nm - bei min-1): | 82 / 2.000 | |
| Typ: | 1300 (1973 – 1975 ) | |
| Hubraum (cm3): | 1.285 | |
| Leistung (kW / PS - bei min-1): | 29 / 40 / 4.000 | |
| max. Drehmoment (Nm - bei min-1): | 87 / 2.000 | |
| Typ: | 1600 (1975 – 1977) | |
| Hubraum (cm3): | 1.584 | |
| Leistung (kW / PS - bei min-1): | 37 / 50 / 4.000 | |
| max. Drehmoment (Nm - bei min-1): | 103 / 2.000 |
Käfer 1200/1200 L (1973 – 1985)
Werkscode: Typ 11
| Auswahl aller Maßnahmen zur Modellpflege: | ||
| 1973: Der so genannte „Spar-Käfer" erfährt seine erste größere Veränderung: Er bekommt hintere Kotflügel und Rückleuchten („Elefantenfüße") vom 1303, die Stoßfänger sind im Kastenprofil ähnlich dem 1303 und nun schwarz lackiert. Eine neue Version ist der 1200 L mit verchromten Stoßstangen, Hutablage, Zwangsbelüftung („Kiemen"), Zweistufenschaltung und automatische Rückstellung der Scheibenwischer. Der Käfer ist fortan wahlweise mit 1.200 Kubikzentimetern und 34 PS oder 1.300 Kubikzentimetern und 44 PS lieferbar.
Um auch die jüngere Generation zu erreichen, kommt im Herbst 1973 der Jeanskäfer in einer ersten Serie (Tunisgelb) auf den Markt. Im März 1974 folgt die zweite (Brillantgelb und Phoenixrot), und im Oktober 1974 schließlich die dritte Serie (Nepalorange). Entscheidendes Ausstattungsmerkmal sind bei allen drei Serien die mit Jeansstoff bezogenen Sitze. Dazu fördern Sportfelgen, 12 Volt-Anlage mit heizbarer Heckscheibe und H4-Halogen-Scheinwerfern die Attraktivität. Schließlich komplettieren noch Teppichboden und eine Benzinuhr das Angebot, das insgesamt für den geringen Aufpreis von 400,- DM zu haben ist. | Der Jeanskäfer: Ein beliebtes Sondermodell, das 1973 und 1974 in drei Serien angeboten wird. Hier die erste Serie mit Blinkern in der Stoßstange. | |
| 1974: Der 1200 wird in diesem Jahr auf Diät gesetzt: Er muss zuerst seine Radkappen hergeben, dann seinen Handschuhfachdeckel. Wem diese Verluste zu weit gehen, bleibt nur noch der Griff zum L-Modell, das es jetzt auch in der neuen Farbe Schwarz gibt.
Äußerlich markant: Die Blinker wechseln von den vorderen Kotflügeln in die Stoßstange. | ||
| 1975: Jetzt ist es passiert: Der 1200 und das 1303 LS Cabriolet von Karmann sind – zusammen mit den Transporter-Modellen – die letzten Verbliebenen der luftgekühlten Ära. Um dem 1200 die letzten Jahre zu versüßen, bekommt er eine optionale Spitzenmotorisierung, den 1.600-ccm-Motor mit 50 PS. Der 44-PS-Motor entfällt. Die L-Ausführung mit den verchromten Stoßstangen bleibt bestehen. Außerdem bekommt der 1200 nun auch den Luftfilter mit Papiereinsatz. | ||
| 1978: Der 1200 zieht – allerdings ohne 50-PS-Motor – für einen Monat nach Emden, um anschließend in Mexiko sein neues Zuhause zu finden, wo er nur noch in der L-Ausführung gebaut wird. | Nur noch in der L-Ausstattung lieferbar: der Käfer 1200. | |
| 1981: Am 15. Mai ist es soweit: Der 20millionste Käfer läuft in Mexiko vom Band. Volkswagen nimmt das zum Anlass, eine Sonderserie „Silver Bug" aufzulegen. Der Schalthebelknopf trägt die Jubiläumsplakette. In diesem Jahr verliert der Käfer seine Schlitze in der Motorhaube. Seine Zweikreis-Kontrollleuchte wird in den Tacho verlegt. | ||
| 1982: Wer hätte das geahnt: Nach Jahrzehnten der mit Luftdruck betriebenen bekommt der Käfer im mexikanischen Exil nun endlich eine elektrisch gesteuerte Waschwasserpumpe. Volkswagen beschleunigt den Verkauf mit zwei weiteren Sonderserien. Im Frühjahr 1982 kommt der „Jeans Bug": mit Dekorstreifen, schwarzem Rahmen, Türgriffen, Radkappen und Endrohren, Sitzbezügen in Jeansstoff und dem Radio „Salzgitter". Im Frühherbst erscheint der „Special Bug" und lockt mit goldenen Dekorstreifen, Sitzbezügen mit Schottenkaros, Lederkombination und dem Radio „Wolfsburg". | ||
| 1985: Am 12. August 1985 landet in Emden die letzte Schiffsladung aus Mexiko mit 3.000 Käfern an Bord. | 1985 wird der Käfer letztmals offiziell in Deutschland angeboten. |


