1979
| Benzinpreis: 0,98 DM | ||
| Dieselpreis: 1,01 DM | ||
| Superpreis: 1,02 DM | ||
1979 Mit der Markteinführung der 5-Minuten-Terrine von Maggi etabliert sich erstmals eine Instant-Mahlzeit, ein so genanntes Trocken-Fertigprodukt, auf dem deutschen Markt. In nur fünf Minuten (eine Minute Wasser zum Kochen bringen, vier Minuten ziehen lassen) kann man nun eine warme Mahlzeit zubereiten und – so wird geworben – muss hinterher nicht einmal Geschirr spülen.
Der Slogan mit der eingängigen Melodie „Die 5-Minuten-Terrine. Von Maggi, ne tolle Idee!" wird allerdings erst 1987 eingeführt. |
1970: | Was gab es sonst noch Neues? |
Transporter 3 ("Bulli")
Werkscode: Typ 2 Transporter 3
Die 1979 vorgestellte Modellgeneration T3 des Transporters Typ 2 stellt eine Abkehr von der käferbasierten Konstruktion der beiden Vorgängermodelle dar. Der T3 ist bedeutend größer (60 mm mehr Radstand) und breiter (125 mm). Fahrerhaus und Laderaum bieten erheblich mehr Platz. Der Wagenboden liegt zehn Zentimeter tiefer, die Ladehöhe ist entsprechend niedriger. Die Bodenstruktur ist von Beginn an für Allradantrieb und Vorderachs-Differentiale ausgelegt. Eine große Verbesserung stellt die direkte und spielfreie Zahnstangenlenkung dar. Vorne führen Dreiecksquerlenker, hinten eine Schräglenkerachse. Gefedert wird vorn und hinten jetzt mit Schrauben- statt mit Torsionsfedern.
Der T3 kann in einem Zug gedreht werden: Der Wendekreis verringert sich um zwei auf nur noch 10,5 Meter. Der Schwerpunkt der dritten Baureihe liegt vor der geometrischen Mitte: Es ist Schluss mit der Hecklastigkeit.
Die Motorisierung entspricht der des Vorgängermodells (1,6 Liter mit 50 PS und 2,0 Liter mit 70 PS). Der 1,6-Liter-Motor wird flacher, weil jetzt die Kurbelwelle für das Lüfterrad zuständig ist. Hydrostößel helfen jetzt bei der Steuerung der Boxermotoren und erübrigen die bis dato engen Einstellvorschriften.
Transporter 3 ("Bulli")
Werkscode: Typ 2 Transporter 3
| Modellvarianten / Bauzeit: | T3 1.6: 1979 – 1982# T3 2.0: 1979 – 1982# T3 1.9: 1982 – 1990# T3 2.1: 1984 – 1989# T3 1.6 D: 1981 – 1987# T3 1.6 TD: 1984 – 1992# T3 1.7 D: 1984 – 1989 | |
| Motor: | 1.6 + 2.0: Vierzylinder-Boxer, luftgekühlt# 1.9 + 2.1: Vierzylinder-Boxer, wassergekühlt# 1.6 D + 1.7 D + 1.6 TD: Vierzylinder-Reihe, wassergekühlt | |
| Einbaulage Motor: | hinten, längs | |
| Antrieb: | Heck | |
| Radstand: | 2.460# 2.455 mit Allrad-Antrieb (syncro) | |
| Länge / Breite / Höhe (mm): | Bus: 4.570 / 184 / 195 (syncro 199) |
Motorversionen
| Typ: | 1.6 | |
| Hubraum (cm3): | 1.584 | |
| Leistung (kW / PS - bei min-1): | 37 / 50 / 4.000 | |
| max. Drehmoment (Nm - bei min-1): | 103 / 2.400 | |
| Typ: | 2.0 | |
| Hubraum (cm3): | 1.970 | |
| Leistung (kW / PS - bei min-1): | 51 / 70 / 4.200 | |
| max. Drehmoment (Nm - bei min-1): | 137 / 3.000 | |
| Typ: | 1.9 | |
| Hubraum (cm3): | 1.913 | |
| Leistung (kW / PS - bei min-1): | 1982 – 1985: 44 / 60 / 3.700# 1982 – 1990: 57 / 78 / 4.600# 1986 – 1988: 54 / 73 / xx# 1983 – 1985: 61 / 83 / 4800# 1983 – 1985: 66 / 90 / 4600 | |
| max. Drehmoment (Nm - bei min-1): | 1982 – 1985: 140 / 2.200# 1982 – 1990: 150 / 2.600# 1986 – 1988: 150 / 2600# 1983 – 1985: 139 / 2800# 1983 – 1985: 147 / 2800 | |
| Typ: | 2.1 | |
| Hubraum (cm3): | 2.109 | |
| Leistung (kW / PS - bei min-1): | 1984 – 1989: 82 / 112 / 4.800# 1985 – 1990: 70 / 95 / 4.800 (Katalysator)# 1986 – 1992: 64 / 87 / xx# 1989 – 1992: 68 / 92 / 4500 | |
| max. Drehmoment (Nm - bei min-1): | 1984 – 1989: 174 / 2.800# 1985 – 1990: 160 / 2.800 (Katalysator)# 1987 – 1992: 160 / 2.800# 1989 – 1992: 154 / 2.800 | |
| Typ: | 1.7 D (Diesel) | |
| Hubraum (cm3): | 1.715 | |
| Leistung (kW / PS - bei min-1): | 42 / 57 / 4.500 | |
| max. Drehmoment (Nm - bei min-1): | 103 / 2.800 | |
| Typ: | 1.6 D (Diesel) | |
| Hubraum (cm3): | 1.588 | |
| Leistung (kW / PS - bei min-1): | 37 / 50 / 4.200 | |
| max. Drehmoment (Nm - bei min-1): | 103 / 2000 | |
| Typ: | 1.6 TD (Diesel, Turbolader) | |
| Hubraum (cm3): | 1.588 | |
| Leistung (kW / PS - bei min-1): | 51 / 70 / 4.500 | |
| max. Drehmoment (Nm - bei min-1): | 138 / 2.500 |
Transporter 3 ("Bulli")
Werkscode: Typ 2 Transporter 3
| Auswahl aller Maßnahmen zur Modellpflege: | ||
| 1981: Kurz nach dem Produktionsstart gibt es eine entscheidende Weiterentwicklung: Der Transporter ist jetzt mit 1,6-Liter-Diesel-Triebwerk mit 50 PS (bekannt aus Golf und Passat) lieferbar – erstmalig gibt es im Typ 2 einen Reihenmotor mit Flüssigkeitskühlung. Die Raumverhältnisse sind identisch mit denen des Boxermotors, allerdings 100 Kilogramm schwerer. Der Motor wird in der Schlussphase im Flottentest bei der Post erprobt. Im Vergleich zum trinkfesten Luftgekühlten sinkt der Treibstoffverbrauch um über ein Drittel: Der Transporter ist das sparsamste Fahrzeug im Konkurrenzvergleich. Der Auftragseingang für den Diesel liegt nach kürzester Zeit bei 50 Prozent. Neu ist auch die Ausstattungsvariante Caravelle, deren flugzeuggleicher Name auf üppig gepolsterte Clubsessel hinweist. | ||
| 1982: Die luftgekühlten Motoren sind nach bisher 30 Millionen gebauten Einheiten an die Grenzen ihrer Entwicklungsmöglichkeiten gekommen – zumindest unter Nutzfahrzeugbedingungen. Sie werden fortan in Südamerika weitergebaut, ansonsten aber durch neuentwickelte wassergekühlte 1,9-Liter-Boxer-Triebwerke mit 60 bzw. 78 PS ersetzt. Wer noch die Luftgekühlten kennt, ist begeistert: Die neuen Boxer laufen außerordentlich leise und wohlklingend, ihr Drehmoment liegt höher und sie sind 16 Prozent sparsamer. Die Abwärme des zirkulierenden Kühlwassers liefert mehr Wärme für die Heizung. Jetzt ist auch ein Fünfganggetriebe lieferbar, die Übersetzungen sind in dieser Variante eng gestuft.
Äußerlich erkennbar sind Wasserboxer und Diesel durch einen zweiten Kühlergrill an der Fahrzeugfront. | Der Wasserboxer erfordert ein komplexes Kühlsystem, äußerlich erkennbar am zusätzlichen Kühlergitter an der Front. Hier ein Caravelle. | |
| 1983: Der 1,9-Liter-Wasserboxer wird nun auch mit Einspritzanlage (Digijet) angeboten, mit einer Leistungssteigerung auf 90 PS. | ||
| 1985: Krönung des Ausstattungsprogramms ist die sechssitzige Version Caravelle Carat mit Leichtmetallfelgen auf Breitreifen, Servolenkung, Frontspoiler, Rechteck-Doppelscheinwerfer, tiefergelegtem Fahrwerk, Veloureinzelsitzen u.v.m. Der Hubraum des Flachmotors wird auf 1,8 Liter vergrößert, die Leistung steigt auf 68 PS. Das Motorenprogramm wird erweitert um einen auf 2,1 Liter aufgebohrten Wasserboxer, der mit Katalysator und einer Digifant-Einspritzung über 90 PS verfügt, ungeregelt mit Digijet-Einspritzung über 112 PS.
Im Februar wird der Transporter unter der Modellbezeichnung syncro mit zuschaltbarem Allradantrieb angeboten – die Liebhaber schließen ihn und alle zukünftigen Varianten sofort in ihr Herz.
Merkmal dieser Ausführung ist der permanente Allradantrieb mit Viscokupplung. Fünf Gänge sind Serie, der erste ist extrem kurz übersetzt. Die Bodenfreiheit beträgt vorn 210 und hinten 200 Millimeter bei 14 Zoll Bereifung. Das Leergewicht liegt beim syncro um 140 Kilogramm höher.
In der spektakulären 16-Zoll-Ausführung steigt der syncro endgültig in die Gattung der Geländewagen auf. Das Werk entwickelt ein Paket aus verstärkter B-Säule, Fahrwerks-und Karosseriemodifikationen, verstärkter Brems- und Antriebstechnik und einer Hinterachssperre. Die Bodenfreiheit steigt auf 235 Millimeter. Die Radhäuser sind vergößert.
Die Endmontage des Allrad-Transporters findet in Graz bei Steyr-Daimler-Puch statt. Zur Stärkung der Markteinführung startet im Februar ein syncro zu einer werksunterstützten Weltumfahrung in 51 Tagen, pilotiert u.a. vom ehemaligen Porsche-Werksfahrer Rudi Lins. | ||
| 1987: Der Saugdiesel wird auf 1,7 Liter vergrößert und hat jetzt 57 PS. | ||
| 1990: In Hannover wird 1990 auf die Generation des Nachfolgemodells T4 umgestellt. Bei Steyr-Daimler-Puch in Österreich werden der syncro sowie die „Last Limited Edition" noch bis 1992 produziert, um die nicht versiegende Nachfrage zu befriedigen. | ||
| Das Ende: In Südafrika wird der T3 als Bus ausschließlich für den afrikanischen Kontinent weiterproduziert. Die Fenster werden vergrößert. Eine neue Motorvariante lässt Fans aufhorchen: Ein Audi Fünfzylinder-Aggregat mit bis zu 2,6 Liter Hubraum wird im Heck platziert, für einen Katalysator hingegen bleibt kein Raum mehr. Im Sommer 2003 läuft der letzte T3 vom Band. |


