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Von Anfang an rekordverdächtig: 16 Menschen steigen zusammen in den kleinsten Serien-Volkswagen

Einstiegsfrage: Wie bekommt man einen Elefanten in eine Telefonzelle? Antwort: Tür auf, Elefant rein, Tür zu. Aaabeer: Wie bekommt man 16 Menschen in einen up!? Antwort: Türen und Heckklappe auf, zwei in den Kofferraum, sieben auf die Rücksitzbank, vier auf die Vordersitze, zwei in den Fußraum, einer aufs Armaturenbrett, Heckklappe und Türen zu. Fenster schließen. Zündschlüssel drehen. Starten. Und das Ganze zehn Sekunden unter Zeugen aushalten. Fertig! Weltrekord! 16 Leute im neuen up! Das macht uns so schnell keiner nach. Jedenfalls nicht, bis die ersten up! ausgeliefert sind – und deren Besitzer auf ähnliche Ideen kommen wie im beschriebenen Fall.

 

Dabei lag der Gedanke ja nahe: Kleiner Wagen mit großer Fracht. Wir praktizierten die volle Ladung: Ferse streifte Schläfe, Knie traf Ellenbogen, grüßte kurz mit „Aua!" und weiter ging's in Richtung Guinness-Buch. Alle Weltrekordler bestätigten übrigens im Nachhinein die hohe haptische Qualität der Innenraummaterialien des up!. Sehr angenehm. Egal, ob sich nun rechte Wangen, linke Beine oder Hinterköpfe daran schmiegten. Lediglich leichte statische Aufladungen durch Quetschbewegungen waren zu verzeichnen („Bzzz!").

 

Das Ganze hat übrigens Tradition. In den 1950er Jahren war es extrem populär, so viele Menschen wie möglich in eine der damals noch weit verbreiteten Telefonzellen zu quetschen. Das Tolle daran: Man konnte jederzeit jemanden per Telefon zu Hilfe rufen – vorausgesetzt, man kam an das Münzgeld in der Tasche heran. Trendsetter war Südafrika, worauf die Quetsch-Bewegung schnell nach England herüberschwappte. Noch heute gilt der Weltrekord der 25 Südafrikaner, die zum gleichen Zeitpunkt dem öffentlichen Fernsprecher nahe kamen.

 

Aber was ist schon eine Telefonzelle gegen einen Volkswagen Käfer? Klar, dass auch der dran glauben musste: Zunächst 35 Studenten aus Wisconsin, dann 57 Studentinnen aus Graz klemmten sich an und in die Wolfsburger Welt-Kugel.

Eines der Vorbilder für den up! Rekord: Wenn's sein muss, passen 57 Menschen in und auf einen Käfer, wie Studentinnen der Universität Graz (Österreich) bewiesen.

 

In den Käfer selber (also bei geschlossenen Türen und Fenstern) passten 17 Menschen, die sich anlässlich eines Käfer Treffens in Australien spontan zusammen im Käfer wiederfanden. 2010 schraubten 20 offensichtlich extrem leidensfähige Leute den Guinness World Record in Wilmore/Kentucky noch weiter nach oben. Autsch.

 

Den New Beetle traf es ebenso. In den USA „crammten" sich im Januar des Jahres 2001 ganze 27 Studenten der Penn State Abington Universität in ein Exemplar, was man in Hamburg drei Jahre später zu übertreffen versuchte – fast mit Erfolg: 26 Menschen gingen hinein.

 

Und jetzt, 2011, also der up! Einer für alle! Nun ja, zumindest für 16 hat es gelangt – im ersten Anlauf. Im Format 16:1 quasi. Zum selber gucken und mitfiebern hier unsere Bildergalerie. Aber Achtung: Ganz ruhig atmen...