1988
| Benzinpreis: 0,92 DM | ||
| Dieselpreis: 0,88 DM | ||
| Superpreis: 0,97 DM | ||
1. Februar 1988 Ab sofort ist an Deutschlands Tankstellen nur noch das seit 1983 eingeführte, bleifreie Normalbenzin (ROZ 91) erhältlich. Da bleihaltiges Benzin bei der Verbrennung gesundheitsschädliche Rückstände aufweist und inzwischen immer mehr Fahrzeuge mit Katalysatoren ausgerüstet sind, die nur unverbleites Benzin vertragen, wird der Verkauf von verbleitem Benzin eingestellt.
Blei wurde dem Kraftstoff seit den 1930er Jahren beigemischt, um das durch ungewollte Zündungen entstehende, lästige und auch Verschleiß fördernde „Klopfen" zu vermeiden. Die Einführung des bleifreien Benzins sorgt deshalb vor allem Besitzer von älteren Fahrzeugen, weil sie erhöhten Verschleiß der Ventile befürchten. Viele Motoren werden daher durch den nachträglichen Einbau mit gehärteten Ventilbauteilen aufgerüstet. | Das Verkehrsschild 361-51 zeigt durch die grüne Zapfsäule an, dass an dieser Tankstelle bleifreies Benzin erhältlich ist. |
1970: | Was gab es sonst noch Neues? |
Corrado
Werkscode: Werkscode: Typ 509 Coupé
Der Corrado ist zunächst als Nachfolger des Scirocco II geplant (Scirocco III). Er wird dazu auf Basis des Golf II technisch so erweitert und verfeinert, dass er aus der Scirocco-Klasse herauswächst. 1984 fällt die Entscheidung: Der Scirocco wird weitergebaut, das nun Corrado genannte Modell wird höher positioniert und dazu mit einem entsprechenden Motor ausgestattet.
Der neue Corrado wird im Herbst 1988 vorgestellt. Er bricht mit der eher weichen Linie des Scirocco II und zeigt sich als markantes, sehr kompaktes Coupé (Länge: 4.030 Millimeter) mit dynamischer Form, die einige Details des Scirocco I zitiert. Karmann übernimmt wieder die Produktion.
Das 2+2-sitzige Coupé bietet mit großer Heckklappe und einem Kofferraumvolumen von 300 Liter hohen Alltagsnutzen. Eine Besonderheit ist der automatisch ausfahrende Heckspoiler (in Deutschland bei 120 km/h), der die Straßenlage bei hoher Geschwindigkeit verbessert – und dabei dem Heckspoiler des Porsche Carrera 964 ähnelt, der allerdings schon bei 80 km/h ausfährt.
Zur Modelleinführung erhält der Corrado in Deutschland den durchzugsstarken Vierzylinder-Langpleuel-Motor mit acht Ventilen und 1.781 Kubikzentimeter Hubraum. Ein G-Lader haucht dem Motor den zweiten Wind ein. Das Modell bleibt über die gesamte Produktionszeit ein Fronttriebler.
Corrado
Werkscode: Werkscode: Typ 509 Coupé
| Modellvarianten / Bauzeit: | Corrado 1.8 G60: 1988 – 1993 # Corrado 2.0 16V: 1991 – 1994 # Corrado 2.9 VR6: 1991 – 1995 # Corrado 2.0: 1993 – 1995 # | |
| Motor: | Vierzylinder, wassergekühlt# Sechszylinder, wassergekühlt | |
| Einbaulage Motor: | Front, quer | |
| Antrieb: | Front | |
| Radstand: | 2.470 | |
| Länge / Breite / Höhe (mm): | 4.050 / 1.690 / 1.310 |
Motorversionen
| Typ: | 1.8 G60 | |
| Hubraum (cm3): | 1.781 | |
| Leistung (kW / PS - bei min-1): | 118 / 160 / 5.600 | |
| max. Drehmoment (Nm - bei min-1): | 225 / 3.800 | |
| Typ: | 2.0 16V | |
| Hubraum (cm3): | 1.984 | |
| Leistung (kW / PS - bei min-1): | 100 / 136 / 5.800 | |
| max. Drehmoment (Nm - bei min-1): | 180 / 4.400 | |
| Typ: | 2.0 | |
| Hubraum (cm3): | 1.984 | |
| Leistung (kW / PS - bei min-1): | 85 / 115 / 5.400 | |
| max. Drehmoment (Nm - bei min-1): | 166 / 3.200 | |
| Typ: | 2.9 VR6 | |
| Hubraum (cm3): | 2.861 | |
| Leistung (kW / PS - bei min-1): | 140 / 190 / 5.800 | |
| max. Drehmoment (Nm - bei min-1): | 245 / 4.200 |
Corrado
Werkscode: Werkscode: Typ 509 Coupé
| Auswahl aller Maßnahmen zur Modellpflege: | ||
| 1991: Erst nach drei Jahren bekommt der G60 Unterstützung durch zwei weitere Triebwerke, den 2,0-Liter-Vierzylinder 16V mit 136 PS und den 2,9-Liter-Sechszylinder mit serienmäßigem elektronischen Sperrdifferential EDS.
Um den Sechszylinder zu implementieren, muss ein konstruktiver Schuhlöffel angewandt werden: Der Vorderwagen wird erweitert und umkonstruiert - erkennbar an der vorderen Radführung (Neukonstruktion des Querträgers), an den Änderungen von Motorhaube und Kühlergrill sowie an den verbreiterten Seitenteilen und der Frontschürze. Der Tank wird bei allen Modellen von 55 auf 70 Liter vergrößert.
Außerdem steht nun ein Automatik-Getriebe zur Wahl. | Ab 1991 ergänzt der Corrado mit sechs Zylindern das Modellprogramm. | |
| 1992: Im August 1992 bekommt der Corrado ein neu gestaltetes Interieur: Die Mittelkonsole und die Türverkleidungen werden überarbeitet und neu gestaltet, ein Druckschalter ersetzt den Kippschalter, die Anzeigeskalen erhalten eine neue Typografie mit roten Zeigern und einen prägnanten Corrado-Schriftzug im Drehzahlmesser.
Eine geteilte Rücksitzbank gibt es jetzt nur noch bei den VR6-Modellen als Serienausstattung. | ||
| 1993: In diesem Jahr erweitert der 2,0-Liter-Benziner 8V mit 115 PS das Motorenangebot. Der G60-Motor entfällt. | ||
| 1995: Am 16. Juni 1995 läuft die Produktion des Volkswagen Corrado nach 98.000 Einheiten aus.
Der Corrado wurde neben Exporten innerhalb Europas auch in die USA und nach Kanada geliefert – zum Teil mit abweichenden Motorisierungen. |


