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Was gab es sonst noch Neues?

Race-Iltis

Seine Produktionszeit ist so eingrenzbar wie die Vielfalt seiner Erstbesitzer: Zwischen 1978 und 1982 nimmt fast ausschließlich die Deutsche Bundeswehr ihre vertraglich mit Volkswagen vereinbarten 8.800 Exemplare des geländegängigen Iltis in Empfang. Danach übernimmt der kanadische Hersteller Bombardier die Iltis-Produktionsanlagen und baut den "Kletterkünstler" Iltis leicht modfifiziert bis 1987 weiter. Zivile Iltis bleiben die Ausnahme. Mittlerweile ist der Kult-Status des wieselflinken Allradlers zeitlos und die Iltis-Fangemeinde ein "bunter Haufen", der das unverwechselbare Gefährt quasi ab Stapellauf als Klassiker betrachtet.

1980 wird dem Nachfolger des VW 181 Kurierwagens eine besondere Herausforderung zuteil: Die Teilnahme an der Dakar-Wüstenrallye, die damals noch "Rallye Oasis" heißt. Der legendäre Rennfahrer Freddy Graf Kottulinsky sitzt am Steuer des auf 110 PS modifizierten "Race-Iltis" – und landet mit dem Allrad-Neuling umgehend auf Platz 1! Kottulinsky gelingt übrigens noch ein weiterer Erfolg: Aufgrund der eindrucksvoll demonstrierten Geländefähigkeiten des VW Iltis überzeugt "Freddy" den damaligen Audi-Vorstand und Entwicklungschef Ferdinand Piëch vom Bau eines Allrad-getriebenen Sportautos – die Idee zum Quattro ist geboren. Aber das ist eine andere Geschichte.

Rund eine Handvoll Race Iltis wurden gebaut. Das siegreiche Original steht heute als Ikone in der Stiftung AutoMuseum Volkswagen. Volkswagen Classic hat auf dieser Grundlage eine jederzeit einsetzbare 1:1 Replika anfertigen lassen – die sich bei diversen Rallye-Veranstaltungen für historische Fahrzeuge bis heute regelmäßig gute Platzierungen erkämpft.

Race-Iltis

Baujahr: 1979
Motor: Vierzylinder-Otto-Reihenmotor, flüssigkeitsgekühlt, 1700 ccm, 90 PS
Einbaulage Motor: Front, längs
Antrieb: Heckantrieb mit wahlweise zuschaltbarem Frontantrieb
Radstand: 2017
Länge / Breite / Höhe (mm): 3954 / 1520 / 1837