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1967

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25. August 1967, 10:57 Uhr

Erstmals sendet das deutsche Fernsehen in Farbe. Während einer Live-Show von der 25. Großen Deutschen Funk-Ausstellung schaltet Vizekanzler Willy Brandt um 10:57 Uhr symbolisch das Farbsignal ein – allerdings ist der dafür vorgesehene große rote Knopf eine Attrappe und das Farbsignal wird zugeschaltet, bevor Brandt den Taster wirklich drückt.

 

Der Beginn der Show, die von ARD und ZDF gemeinsam ausgestrahlt wird, ist somit in schwarz-weiß, das Ende wird in Farbe übertragen.

Sonderbriefmarke mit dem Plakatdesign der 25. Großen Deutschen Funkausstellung 1967 in Berlin.

Sonderbriefmarke mit dem Plakatdesign der 25. Großen Deutschen Funkausstellung 1967 in Berlin.

1970:

Was gab es sonst noch Neues?

T2 ("Bulli")

Werkscode: Typ 2

T2 (

1967 startet die zweite Generation des Transporters (T2a). Der neue Transporter ist ein Stück gewachsen, hat jetzt große Fensterflächen und eine einteilige Windschutzscheibe, serienmäßig eine Schiebetür und ein deutlich verbessertes Fahrwerk mit Kugelgelenk-Vorderachse und Schräglenker-Hinterachse, erkennbar an der Radstellung: Die Hinterräder des T2 behalten nun unter allen Fahrbedingungen ihren leicht negativen Sturz. Unverändert sitzt im Heck ein luftgekühlter Boxermotor, doch er benötigt inzwischen weniger Platz. Im Laufe seiner Karriere wird dieser Transporter deutlich an Statur gewinnen. Die Motorleistung steigt bis auf 70 PS, immer flachere Motoren vergrößern den Laderaum, erstmals gibt es auf Wunsch ein Automatikgetriebe.

 

Wesentliche Sicherheitsfeatures kommen hinzu: Im Hinblick amerikanischer Anforderungen ist der Transporter enorm crashsicher. „Alle Sitze lassen sich mit Hüftgurten ausstatten. Die Fahrerraumsitze und die außen liegenden Sitzplätze des Fahrgastraumes können auch wahlweise mit Schulter- oder kombinierten Hüft-Schultergurten versehen werden", empfiehlt die erste Betriebsanleitung von 1967.

 

Mit seiner aufwändigen Technik und besonderen Sicherheitsvorsorge unterscheidet sich der Transporter T2 deutlich von anderen Nutzfahrzeugen seiner Zeit. Mehr denn je ist er nicht nur Transporter sondern auch Großraumlimousine. Nicht umsonst tragen die fein hergerichteten Busvarianten zunächst die Bezeichnung Clipper. „Neuer Volkswagen Transporter – wie ein Pkw", so titelt eine Pressemitteilung von Volkswagen. Den Wunschtraum vieler Hobby- und Naturfreunde, ein Campingwagen zu erschwinglichem Preis, erfüllt das Volkswagenwerk zusammen mit der Firma Westfalia und anderen Einrichten von Motorcaravanern. Die mobile Einzimmerwohnung kann man entweder schlüsselfertig bekommen oder den Ausbau des Busses zum Campingwagen mit Montage-Einrichtungssätzen selbst übernehmen.

T2 ("Bulli")

Werkscode: Typ 2

Modellvarianten / Bauzeit: T2 1.6: 1967 – 1979# T2 1.7: 1971 – 1973# T2 1.8: 1973 – 1975# T2 1.9: 1975 – 1979
Motor: Vierzylinder-Boxer, luftgekühlt
Einbaulage Motor: hinten, längs
Antrieb: Heck
Radstand: 2.400
Länge / Breite / Höhe (mm): Bus: 4.420 / 1.765 / 1.960# Bus: 4.505 / 1.720 / 1.960 (ab 1976)

Motorversionen

Typ:

1.6

Hubraum (cm3):

1.584

Leistung (kW / PS - bei min-1):

35 / 47 / 4.000# 37 / 50 / 4.000 (ab 1970)

max. Drehmoment (Nm - bei min-1):

104 / 2.200# 106 / 2.800 (ab 1970)

Typ:

1.7

Hubraum (cm3):

1.679

Leistung (kW / PS - bei min-1):

49 / 66 / 4.800# 46 / 62 / 4.200 (mit 3-Gang-Automatik)

max. Drehmoment (Nm - bei min-1):

114 / 3.200# 116 / 3.200 (mit 3-Gang-Automatik)

Typ:

1.8

Hubraum (cm3):

1.795

Leistung (kW / PS - bei min-1):

50 / 68 – 4.300

max. Drehmoment (Nm - bei min-1):

130 / 3.200

Typ:

1.9

Hubraum (cm3):

1.970

Leistung (kW / PS - bei min-1):

52 / 70 / 4.200

max. Drehmoment (Nm - bei min-1):

141 / 2.800

T2 ("Bulli")

Werkscode: Typ 2

Auswahl aller Maßnahmen zur Modellpflege:

1968:

Einführung einer Variante mit Hochdach aus Kunststoff.

1969:

Ein optionaler Bremskraftverstärker mindert den Pedaldruck. Für besseren Durchblick sorgen Heckscheibenheizung und eine bessere Frontscheibenbelüftung. Eine Sicherheitslenksäule mit Sollbruchstelle schützt den Fahrer im Falle eines Unfalls.

Modellpflege T2 (

Urlaub am Rhein: Auch für den T2 waren diverse Campingausstattungen von Westfalia im Angebot.

1970:

Neukonstruktion des Vorderachskörpers für das kommende Modelljahr. Umstellung auf  Scheibenbremse vorne und größere Bremstrommeln hinten. Die Motorleistung steigt auf 50 PS durch den Einsatz des 1.600-ccm-Doppelkanal-Triebwerks. Der Motorölkühler wird nun im Gebläsekasten mit Luft versorgt, um die thermische Belastung des dritten Zylinders zu reduzieren. Räder und Felgen werden breiter, dementsprechend auch die hinteren Radausschnitte und die Reserveradwanne.

1971:

Für knapp ein Jahr (August 1971 bis Juli 1972) erhält der T2a bereits einige Merkmale des zukünftigen Modells T2b: u. a. höhere Rückleuchten und größere seitliche Lufteinlässe am Heck. Außerdem wird nun als Alternative der sogenannte Flachmotor mit 1,7 Liter und 66 PS aus dem T4 Typ 411 angeboten. Sein Erkennungszeichen ist neben dem deutlich weicheren Laufgeräusch das Auspuffendrohr auf der rechten Seite. Diese Transplantation erfordert einige Änderungen im Motorraum (u. a. eine Zugangsklappe im Kofferraum).

1972:

Im Rahmen einer großen Modellpflege zum Modell T2b wird die Technik grundlegend überarbeitet. Unter anderem werden der Rahmen verstärkt. Außerdem sind Sicherheitsgurte auf allen Sitzplätzen serienmäßig. Optisch auffälligste Merkmale sind die geänderte Front mit den rechteckigen, in den Lufteinlassgrill integrierten Blinkern und den größeren Stoßfängern vorn mit Deformationselementen. In Verbindung mit dem großen Motor ist jetzt eine Getriebeautomatik lieferbar, zudem wird die servolose Lenkung überarbeitet, die nun 20 Prozent weniger manuellen Kraftaufwand erfordert. Anlässlich des Symposions „Elektrischer Straßenverkehr" stellt Volkswagen erstmals den Prototypen eines Pritschenwagens mit Elektromotor vor.

Modellpflege T2 (

Die Doppelkabine ("Doka") bietet eine optimale Kombination aus Nutzfläche und Fahrgastraum. Hier als modellgepflegter T2b.

Modellpflege T2 (

Der T2b unterscheidet sich vom T2a durch die hochgelegten Blinker vorne und kastenförmige Stoßfänger. Bereits mit der Modellpflege 1971 wurden die höheren, rechteckigen Heckleuchten, größere Lufteinlässe und ausgestellte Radläufe hinten eingeführt.

Modellpflege T2 (

In bester Tradition gab es auch vom T2b ein so genanntes "Sondermodell" mit höherwertiger Ausstattung und Platz für bis zu 9 Passagiere.

1973:

Die 1,6-Liter-Version profitiert von gezielten Maßnahmen zur Erhöhung der Dauerhaltbarkeit des Motors im Bereich des Zylinderkopfs. Die Bremsanlage wird nochmals optimiert – dickere Bremsscheiben, größere Radbremszylinder und lastabhängiger Bremskraftregler.

1974:

Der Hubraum des Flachmotors wird auf 1,8 Liter vergrößert, die Leistung steigt auf 68 PS.

1975:

Erneut wächst der Hubraum des Flachmotors, diesmal auf knapp zwei Liter (70 PS). Auch der Kombi verträgt dank verstärktem Chassis nun eine Nutzlast von 1,2 Tonnen.

1976:

Ausdifferenzierung des Programms: 8 Grundmodelle und 17 Spezialausführungen, darunter auch der Campingbus mit 2 Liter und optionaler Getriebeautomatik. Erstmalig ist eine Klimaanlage lieferbar.

1977:

Westfalia liefert den Campingbus „Berlin" aus. „Helsinki" und der Bausatz „Mosaik" folgen.

1978:

Das Traummodell dieser Tage: Der „Silberbus" oder „Silberfisch", ein in Silbermetallic lackierter Volkswagen Bus mit Vollausstattung, bietet 70 PS, ein großes Schiebedach und eine dunkelblaue Velours-Ausstattung. Nachdem in den 70ern an einem Allradantriebskonzept gefeilt wurde, kommt es 1978 zum Bau von fünf Versuchsfahrzeugen auf T2-Basis mit zuschaltbarem Frontantrieb. Durch die bisherige Konzentration auf Motor und Antrieb im Fahrzeugheck sind entsprechende Änderungen an Bodengruppe und Vorderachse notwendig.

1979:

Am 31. Oktober 1979 endet die Produktion des T2 in Hannover. Der T2 wird in Brasilien mit luftgekühltem Heckmotor und G-Kat weitergebaut: unter Verwendung von T2b-Bauteilen (Blinker und Rückleuchten) sowie den Stoßstangen vom T2a.

1980:

Der T2 wird in Brasilien weitergebaut. Im Laufe der Jahre erfolgen diverse Verbesserungen und Modernisierungen – sei es an Technik oder Karosserie.

2006:

Seit 2006 wird der T2 in Brasilien mit einem wassergekühlten 1,4-Liter-Motor mit 80 PS und einer Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h angeboten. Äußerlich unterscheidet sich die brasilianische Ausführung unter anderem durch das kantigere Dach, die Stoßfänger und den Kühlergrill aus schwarzem Kunststoff.

T2 ("Bulli")

Werkscode: Typ 2

Prospekte

Prospekt: T2 (

T2a - 01/1969

Prospekt: T2 (

T2b Bus - 08/1972

Prospekt: T2 (

T2b Transporter - 08/1972

Anzeigen

Anzeige: T2 (

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