Maifreuden

Volkswagen Classic und Volkswagen Nutzfahrzeuge Oldtimer waren am 1. Mai in Hannover bei der 34. Auflage des Mai-Käfer-Treffens dabei

Blubbernde Boxermotoren, Käfer, Bullis und reichlich Exoten: Die 34. Ausgabe des traditionellen Maikäfertreffens am 1. Mai begeisterte auch in diesem Jahr rund 15.000 Fans historischer Volkswagen Modelle.

Bei strahlendem Sonnenschein rollten rund 3.500 luftgekühlte Schätzchen aus ganz Europa auf den Messeparkplatz Ost, weitere 5.000 wassergekühlte Volkswagen Klassiker bevölkerten die benachbarten Areale.Das eintägige Event in der niedersächsischen Landeshauptstadt läutete nicht nur die Hauptsaison 2017 ein, sondern pflegte auch den über Jahrzehnte gewachsenen Kult rund um Käfer, Bulli und Co.

 

Jung und Alt präsentierten eine überwältigende internationale Modell-Auswahl aus unterschiedlichsten Jahrgängen und Stilen. Ob Buggy, Brasilia, Brezel, Kübel, Ovali, Puma, Rometsch-Taxi, 411/412, VW-Porsche, T1 bis T3 oder kreativer Komplettumbau: Selbst Kenner durften ob der geballten Vielfalt staunen. Viele Benzingespräche wurden mit überraschenden Anekdoten aus erster Hand und wertvollen Tipps bereichert. Auf dem riesigen Teilemarkt wimmelte es von Raritäten und nützlichem oder bisweilen auch skurrilem Zubehör. Von ehemaligen Schulungsmotoren über reichlich Blech- und Zierrat bis hin zu kompletten Fahrzeugen war für jeden Geldbeutel und Geschmack etwas dabei.

Boxer-Beat in Hannover:

Maikäfer läuten die Klassik-Saison ein

Volkswagen Classic zeigte passend zum 60. Karmann Ghia-Jubiläum auf seinem Stand ein Typ 14 Cabriolet und als weiteres Highlight den ältesten Bulli Deutschlands, einen T1 aus dem Jahr 1950. Der Besucher-Fuhrpark hatte es ebenfalls in sich: Stefan Nowak fuhr mit seinem 1952er-Brezelkäfer auf die Showbühne und stellte sich dem kritischen Votum der unabhängigen Jury. Sein einst an die Wiener Philharmonie erstausgeliefertes Krabbeltier ist bis heute weitgehend ungeschweißt. Mit 30 PS, Seilzugbremsen und teilsynchronisiertem Getriebe genießt der 44-jährige Wattenscheider Nowak ein herrlich entschleunigtes Fahrerlebnis.

 

120 PS für die Extraportion Fahrspaß

Duck Aladar reiste auf eigener Achse aus Ravensburg mit seinem makellosen 1965er-T1 an. Der Ingenieur und passionierte Hobbyschrauber hat den Bulli zusammen mit seinen Söhnen in rund 1.300 Arbeitsstunden penibel restauriert: „Die umfangreichen Blecharbeiten nahmen zwei Jahre in Anspruch. Für eine Extraportion Fahrspaß sitzt jetzt einen souveräner 120-PS-Typ 4-Boxermotor im Heck."

Jürgen Grendel präsentierte seinen eigenhändig restaurierten Exoten, ein Dannenhauer & Stauss Sportkabriolett aus dem Jahr 1953. Von dem seltenen Cabriolet sind heute weltweit nur noch 18 Fahrzeuge bekannt. Grendel brachte sein bereits 1970 stillgelegtes Exemplar nach rund 17 Jahren und viel Mühsal 2010 wieder zurück auf die Straße: „Die Restaurierung war Detektivarbeit."

 

Rarität aus Übersee: US-T2 mit jungfräulichem Tachostand

Bulli-Fan Frank Dreker lebte gut zehn Jahre in New Jersey in den USA. Sein seltenes Umzugsgut aus Übersee: ein T2 US-Sondermodell „Champagne Edition 2" mit Automatikgetriebe, sieben Sitzen, Standheizung und Sonderlackierung. Das amerikanische Gegenstück zum berühmten T2 Silberfisch hat erst 30.000 Meilen auf der Tachowelle und gehört inzwischen fest zur Familie. Kein Wunder also, dass Tochter Cecilia und Sohn Frederick ihren Papa und den geräumigen Familien-Oldtimer von Leipzig nach Hannover auf das Maikäfertreffen begleiteten.

 

 


 

34. Mai-Käfer-Treffen
1. Mai 2017, Hannover (Messe-Parkplatz Ost)
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