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Gebündelte Energie: Volkswagen Hybride und Studien

Der Antrieb. Er ist Basis für motorisierte Bewegung – und für Forscher und Entwickler Voraussetzung, Neues zu schaffen. Wie passend in diesem Zusammenhang, dass "hybrid" übersetzt "gebündelt" bedeutet. Hier ist sie also: die gebündelte Antriebsenergie von Volkswagen. In Form ausgewählter Volkswagen Studien.
 
GOLF ELEKTRO-HYBRID (1987)

Fast zwei Drittel weniger Kraftstoff als ein Serien-Golf Diesel verbrauchte der 1987 vorgestellte Golf Elektro-Hybrid: Nur 2,5 Liter Diesel auf 100 Kilometer Fahrstrecke und zusätzlich 16,3 Kilowattstunden elektrischer Energie "genehmigte" sich die Studie. Deren technischer Clou war die Anordnung des 1,6-l-Kat-Dieselmotors, verbunden auf einer Welle mit dem 7-kW-Asynchronmotor und einem Fünfgang-Schaltgetriebe. Man konnte wählen zwischen rein elektrischem Fahren oder der Option "Fahren mit Diesel ab Tempo 60 km/h".

 

Drei verschiedene Batteriesysteme (Nickel-Cadmium, Blei-Gel und Natrium-Schwefel), untergebracht im Kofferraum, befanden sich im Test.

1987: Golf Elektro-Hybrid

 

CHICO (1991)

Die 90er-Jahre des 20. Jahrhunderts bescherten uns eine wahre Flut von Fahrzeugen in organischem Design – der 2+2-Sitzer namens Chico darf als Paradebeispiel hierfür gelten. Gleichzeitig experimentierte Volkswagen mit dem alternativen Hybridantrieb, weshalb der Chico – besonders gefördert vom damaligen Vorstandsvorsitzenden Carl H. Hahn – einen Zweizylinder-Verbrennungsmotor mit 34 PS und einen auch als Booster zuschaltbaren 6-kW-Elektromotor erhielt.

1991: Volkswagen "Chico" 

 

GOLF IV HIGHBRID (2002)

Auch der formal zeitlose Meilenstein Golf IV diente als Versuchsträger für technische Innovationen. 2002 präsentierte Volkswagen daher den Golf "Highbrid". Der vollwertige Fünfsitzer verbrauchte lediglich 3,8 Liter SunDiesel auf 100 Kilometern und verfügte über Hybridtechnik mit zusätzlichem Elektromotor sowie bereits einem DSG.

 

Hackschnitzel aus Durchforstungsholz, in einem mehrstufigen Verfahren in Flüssigkraftstoff umgesetzt, lieferte dabei den besonderen Dieselkraftstoff zum Betrieb des "Highbrid".

2004: Golf IV Hybrid

 

SPACE UP! BLUE (2007)

Ein Samba-Bulli? Fast – in jedem Fall vom space up! blue cool neu interpretiert! Das, was wie die legendären Fenster im Dach aussieht, sind beim space up! blue allerdings Solarzellen, die die zwölf Lithium-Ionen-Akkus des 61 PS starken Elektromotors mit bis zu 150 Watt Strom versorgen.

 

In 13,7 Sekunden auf Tempo 100 und bis zu 120 km/h schnell ist der space up! blue. Rein elektrisch sind 100 Kilometer Reichweite "drin". Doch die Studie mit dem üppigen Radstand und gegenläufig an­geschlagenen Türen ohne B-Säule hat als weltweit erstes Auto eine zusätzliche Hochtemperatur-Brennstoffzelle an Bord. Diese lässt den geräumigen Kleinen mit 3,3 Kilo Wasserstoff weitere 250 Kilometer weit kommen. Echt riesig!

2007: space up! blue

 

GOLF V TDI HYBRID (2008)

Nur 89 Gramm CO2 auf 1.000 Meter erreichte die Kombination aus Hybrid- und TDI-Technik in einer Studie des Golf V, die 2008 auf dem Genfer Automobilsalon gezeigt wurde.

 

Für den Vortrieb sorgten ein Dreizylinder-TDI mit Common-Rail-Einspritzung, 1.200 ccm Hubraum und 75 PS – und ein auch als Generator und Anlasser dienender Elektromotor mit 27 PS. Per Bremskraftrückgewinnung (Rekuperation) lädt er beim Bremsen oder im Schiebebetrieb die im Kofferraum installierte Nickel-Metall-Hybrid-Batterie auf. Optisch punktete der auf Effizienz getrimmte "Fünfer" mit aerodynamischen Modifikationen an Front und Heck sowie mit speziellen strömungsgünstigen Alufelgen.

2008: Golf V TDI Hybrid

 

NILS (2011)

"Der Kabinenroller kommt wieder!", titelte die Fachpresse, als Volkswagen 2011 auf der IAA seine Pendlerfahrzeug-Studie NILS vorstellte. Der elektrisch angetriebene, einsitzige Flügeltürer ist 3,04 Meter lang, 1,39 Meter breit und 1,20 Meter niedrig und hat eine Reichweite von 65 Kilometern.

 

In nur zwei Stunden lassen sich die Lithium-Ionen-Akkus von NILS aufladen, 20 PS Nenn­leistung (34 PS kurzzeitig) reichen für einen Sprint von null auf 100 in elf Sekunden und für eine Spitze von rund 130 km/h.

2011: Volkswagen "NILS"