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1978

Benzinpreis: 0,89 DM
Dieselpreis: 0,88 DM
Superpreis: 0,94 DM

5. Juni 1978

Auf Initiative des Bundesinnenministeriums und durch Beschluss des Umweltministeriums wird der „Blaue Engel" als erstes Umweltzeichen Deutschland eingeführt. Zum ersten Mal tagt daher die Jury, die sich aus Vertretern von Umwelt- und Verbraucherschutzverbänden, aus Industrie, Gewerkschaften und Politik zusammensetzt, um über die Einführung und Vergabe der Produkt-Kennzeichnung zu beraten. Vergeben wird das Logo an solche Produkte, die besonders umweltfreundlich sind.

 

In Zeiten von Waldsterben, Ölkrise und Ozonloch und dem gleichzeitig wachsenden Umweltbewusstsein der Deutschen können sich bald erste Produkte durchsetzen, die mit dem „Blauen Engel" werben: FCKW-freie Haarsprays, Mehrwegflaschen oder Schulhefte („umweltfreundlich, weil aus 100 Prozent Altpapier"). Das Symbol selbst wird vom Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) entliehen, die eine blaue Figur mit ausgebreiteten Armen zeigt.

1970:

Was gab es sonst noch Neues?

Iltis

Werkscode: Werkscode: Typ 183

Iltis

Die Bundeswehr erteilt Volkswagen Mitte der 70er Jahre den Auftrag, einen Nachfolger für den DKW Munga zu entwickeln. Der Entwicklungsauftrag wird unter der Typnummer 183 nach Ingolstadt weitergeleitet. Dort entsteht als Vorserie eine kompakte viertürige und viersitzige Karosserie, die vom Vorgänger Teile der Bodenwanne und den Achsabstand übernimmt.

 

Das Fahrzeug wird aus dem Volkswagen Baukasten entwickelt: Der Motor stammt aus dem südamerikanischen Passat. Er wird auf 1.700 ccm aufgebohrt, erreicht so 75 PS und erhält eine Kraftübertragung, die seine relativ geringe Leistung überspielt.

 

Parallel wird in Brüssel ein 1,6-Liter-Turbodiesel mit 70 PS (Basis Golf II Turbodiesel) für den Einsatz im Iltis angepasst und in über 800 Fahrzeugen an die Bundeswehr geliefert. 

 

Im Zentrum eines jeden Geländefahrzeuges stehen neben dem Antrieb Getriebe und Kraftübertragung: Beim Iltis kommt ein Fünfganggetriebe aus dem Audi 100 zum Einsatz, dessen erste Stufe als unsynchronisierter Last- und Geländegang für viel Drehmoment bei niedrigen Geschwindigkeiten ausgelegt ist. Vorder- und Hinterachse sind baugleich und verfügen wahlweise über ein sperrbares Differential.

 

Von minus 30 bis plus 44 Grad garantiert Volkswagen Funktionstüchtigkeit. Eine Steigfähigkeit von 77 Prozent, eine Wattiefe von 60 Zentimetern sowie eine Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h runden das Bild eines sparsamen und leistungsfähigen Geländewagens ab.

Iltis

Werkscode: Werkscode: Typ 183

Modellvarianten / Bauzeit: 1978 – 1983
Motor: Vierzylinder, wassergekühlt
Einbaulage Motor: Front, längs
Antrieb: Heck, Frontantrieb zuschaltbar
Radstand: 2.017
Länge / Breite / Höhe (mm): 3.887 / 1.520 / 1.837

Motorversionen

Typ:

1700 : 1978 – 1983

Hubraum (cm3):

1.716

Leistung (kW / PS - bei min-1):

55 / 75 / 5.000

max. Drehmoment (Nm - bei min-1):

132 / 2.800

Typ:

1600 Turbodiesel: 1987 – 1988

Hubraum (cm3):

1.588

Leistung (kW / PS - bei min-1):

51 / 70 / 4.500

max. Drehmoment (Nm - bei min-1):

133 / 2.500

Iltis

Werkscode: Werkscode: Typ 183

Auswahl aller Maßnahmen zur Modellpflege:

1979:

Zum Genfer Salon im Frühjahr 1979 erscheint der Iltis in Zivilversion - in einer Variante, mit der sich Volkswagen ein Stück vom Kuchen der steigenden Nachfrage nach Allradfahrzeugen sichern will.

Bei Farbe und Ausstattung herrscht jetzt beinahe Pkw-ähnlicher Luxus: Zwei Türen, Teppichboden, Sportsitze, aufgewertete Armaturentafel, große Heckklappe, 15-Zoll-Räder, dazu ein optionales Hardtop, Karosserieverbreiterungen und schließlich eine geänderte Bugverkleidung – dieses Package macht den Iltis zu einem attraktiven Geländewagen für Zivilisten.

Um das Interesse an der zivilen Variante zu steigern, wird ein Sporteinsatz für die Rallye Paris-Dakar des Folgejahrs beschlossen und entsprechend vorbereitet.

1980:

Ein Race Iltis gewinnt die Paris-Dakar - drei weitere kommen unter die ersten zehn (2., 4. und 9. Platz). Selbst das Servicefahrzeug lässt sich nicht bremsen und wird auf eben diesem 9. Platz abgewunken: Im Rallyesport tritt der Allradantrieb seinen Siegeszug an. Das originale Siegerfahrzeug mit der Startnummer 137 ist im Museum der Autostadt zu bewundern.

Der Iltis wird mittlerweile neben der Bundeswehr auch an Feuerwehr und Katastrophenschutz geliefert.

Modellpflege Iltis 1980: Modellpflege Iltis 1980:

Mit Freddy Kottulinsky am Steuer gewinnt der Ilits 1980 die legendäre Langstreckenrallye Paris-Dakar.

1982:

In diesem Jahr stellt Volkswagen die Produktion des Iltis ein. Der Auftrag über die Lieferung von 8.800 Fahrzeugen an die Bundeswehr ist abgeschlossen.

 

Dazu müssen noch weitere 1.957 Iltis addiert werden, die an private Nutzer oder Dienststellen geliefert wurden. Der relativ hohe Preis der zivilen Variante hält die Stückzahlen in überschaubaren Grenzen.

Die Produktionsanlagen werden nach dem Auslauf der Produktion in Ingolstadt an den kanadischen Mischkonzern Bombardier verkauft, der den geringfügig modifizierten Iltis in einer Stückzahl von 4.500 Einheiten fertigt.

Iltis

Werkscode: Werkscode: Typ 183

Prospekte

Prospekt: Iltis Iltis (LKW 0,5 t gl) - 08/1978

Iltis (LKW 0,5 t gl) - 08/1978

Prospekt: Iltis Iltis - 05/1979

Iltis - 05/1979

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