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Scirocco I (1974–1980)

Sportlicher Vorbote

Drei Monate vor der Präsentation des Golf präsentiert Volkswagen den Scirocco. „Ein Sportcoupé in Bestform", dem man nicht ansieht, dass es auf der Basis des späteren Golf I steht.

Entwickelt wird der Scirocco bei Karmann in Osnabrück – dort benötigt man dringend einen Nachfolger des Karmann Ghia Typ 14. Man realisiert schließlich ein kompaktes, von Giorgetto Giugiaro entworfenes, klassisches 2+2-sitziges Coupé, 3.850 Millimeter lang und nur 1.310 Millimeter hoch. Ohne Fahrer bringt der erste Scirocco nur 800 Kilogramm auf die Waage.

Motorisch wird mit drei Leistungsstärken gestartet, wobei die PS-Zahl beinahe egal ist – denn flott ist er immer. Er wird mit 1,1 Liter und 50 PS, 1,5 Liter und 70 PS sowie als Scirocco TS 1,5 Liter mit 85 PS ausgerüstet. Alle Motoren sind modernste Konstruktionen: zahnriemengesteuerte, drehzahlfeste Reihenvierzylinder mit obenliegender Nockenwelle.

Es gibt drei Ausstattungsvarianten: N als Grundmodell, L mit mehr Luxus, S und TS mit stärkeren Motoren, der TS mit besonders sportlicher Ausstattung. Äußerlich unterscheiden sich die Modelle durch die Scheinwerfer: Rechteck-Scheinwerfer bei N und L, markante Doppelscheinwerfer bei der Sportversion TS.

Scirocco I Steckbrief

  • Fahrzeugdaten

    Scirocco I / Werkscode: Typ 53 Coupé

    Modellvarianten / Bauzeit: Scirocco I 1.1: 1974–1979
      Scirocco I 1.3: 1979–1981
      Scirocco I 1.5: 1974–1975, 1977–1981
      Scirocco I 1.6: 1975–1981
      Scirocco I GTI/GLI: 1976–1981
    Motor:  Vierzylinder, wassergekühlt
    Einbaulage Motor: Front, quer
    Antrieb: Front
    Radstand (mm): 2.400
    Länge / Breite / Höhe (mm): 3.855 / 1.625 / 1.310
      3.885 / 1.625 / 1.310 (GTI)
  • Motorversionen

    Scirocco I / Werkscode: Typ 53 Coupé

     
    Typ Hubraum (ccm) Leistung (kW / PS bei U/min) max. Drehmoment (Nm bei U/min)
    1.1
    1.093
    37 / 50 / 6.000 79 / 3.000
    1.3 1.272
    44 / 60 / 5.600
    93 / 3.400
    1.5 1.471 (1974–1975) 51 / 70 / 5.800 112 / 3.000
        63 / 85 / 5.800  121 / 3.200
      1.457 (1977–1981) 51 / 70 / 5.600 110 / 2.500
    1.6 1.588 55 / 75 / 5.600 (1975–1977)
    117 / 3.200 (1975–1977)
        63 / 85 / 5.600 (1975–1981) 122 / 3.800 (1975–1981)
    1.6 GTI/GLI 1.588 81 / 110 / 6.100 140 / 5.000

Scirocco I Varianten & Highlights

Scirocco I Modellpflege

  1. 1975: Einführung des Einarm-Wischers

    Ab Januar ist der Scirocco in Verbindung mit den 1,5-Liter-Motoren mit automatischem Getriebe lieferbar. Im August wird der 1,5-Liter-Motor im TS durch einen gleichstarken Nachfolger mit 1,6 Liter und 85 PS ersetzt. Zudem erhalten alle Modelle den großen Einarm-Scheibenwischer, der für den Scirocco von nun an charakteristisch ist.

  2. 1976: Der GTI kommt

    Wiederum kurz vor der Einführung im Golf ist der Scirocco in einer GTI- bzw. GLI-Variante zu haben. Der 1,6-Liter-Motor mit 110 PS verfügt über eine mechanische K-Jetronic-Benzineinspritzung. Wegen der höheren Leistung wird das Fahrwerk angepasst: Tieferlegung, Stabilisatoren vorne und hinten, innenbelüftete vordere Bremsscheiben, breitere Felgen und Reifen mit höherem Geschwindigkeitsindex. Äußerlich sind die GTI- und GLI-Modelle vor allem am vorderen Spoiler erkennbar. Innen freut man sich beim GTI über Sportlenkrad, Drehzahlmesser, Mittelkonsole mit Zeit- und Öltemperaturanzeige und vor allem über die Sportsitze mit dem charakteristischen Karobezug. Der GLI ist die luxuriöse Variante: mit getönten Scheiben, Teppicheinlagen in den Türverkleidungen sowie höhenverstellbaren Vordersitzen mit speziellen Sitzbezügen.

  3. 1977: Erste große Modellpflege

    Im Rahmen eines großen Facelifts werden die Stoßfänger kunststoffummantelt und bis an die Radausschnitte herumgezogen, die vorderen Blinker vergrößert sowie B-Säule und Spiegelgehäuse schwarz lackiert.

  4. 1979: Neues Aggregat

    Neuer Basismotor ist ein 1,3-Liter-Benziner mit 60 PS.

  5. 1980: Erfolgreiche erste Serie

    Produktionsende: Insgesamt liefen 504.000 Scirocco der ersten Serie bei Karmann vom Band.

Scirocco I Werbeanzeigen

1974: Was war sonst noch?

Benzin: 0,83 DM Super: 0,90 DM Diesel: 0,87 DM
7. Juli Gastgeber Bundesrepublik Deutschland wird Fußball-Weltmeister.
Helmut Schmidt 5. Bundeskanzler

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