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Rekorde im Rallyesport

Siege in Serie

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Mit drei ersten Plätzen bei der Rallye Dakar und vier Titeln in der Rallye-Weltmeisterschaft gehört Volkswagen auch im Offroad-Bereich zu den erfolgreichsten Marken.

Die Revolution begann 2004. In diesem Jahr startete bei der Rallye Dakar mit dem Race Touareg zum ersten Mal ein Fahrzeug mit Turbodiesel-Triebwerk, das Siegchancen hatte. „Die Vorteile sind der niedrigere Verbrauch und das höhere Drehmoment“, beschrieb Eduard Weidl, damals Projektleiter bei Volkswagen Motorsport, die Unterschiede zum bis dahin unbesiegten Benziner. Das Ansprechverhalten des Turbodiesels passte perfekt zum Fahren im tiefen Sand – bei der damals noch durch die Sahara führenden Marathon-Rallye entscheidend. Bei Tagesetappen von bis zu 800 Kilometern bedeutete der kleinere Kraftstoffvorrat an Bord zudem einen messbaren Gewichtsvorteil.

 

Wüstenrenner aus Niedersachsen

Durchsetzungsstark in Action
Der Race Touareg blieb bei der „Dakar“ in Südamerika ungeschlagen. Hier am Start bei der Rallye Dakar 2011.

Weidl und Motoren-Ingenieur Donatus Wichelhaus entwickelten für Volkswagen Motorsport einen reinrassigen Wüstenrenner (RT1), der optisch an den Touareg erinnerte. Unter der 50 Kilogramm leichten Karosserie steckte ein Gitterrohrrahmen aus Flugzeugstahl als tragende Struktur. Der 202 kW (275 PS) leistende TDI-Reihen-Fünfzylinder zog die Parallele zum Serien-Touareg.

Bei der Premiere 2004 kam der Franzose Bruno Saby auf Rang sechs ins Ziel. Ein Jahr später erreichte Jutta Kleinschmidt, die einzige Frau unter den Rallye-Dakar-Siegern, als Dritte Dakar. 2006 legte Volkswagen Motorsport den Race Touareg der zweiten Generation (RT2) auf, der unter anderem einen Vierventil-Zylinderkopf sowie eine veränderte Karosserie mit kürzeren Überhängen aufwies. Der Südafrikaner Giniel de Villiers schrammte nur knapp am Sieg vorbei. Im Folgejahr fuhr US-Amerikaner Mark Miller im bestplatzierten Race Touareg auf Rang vier.

Siegesserie in Südamerika

Gemacht für Offroad-Motorsport
Ob Schotter, matsch oder Sand - der Race Touareg beweist sich auf allen Terrains.

Den Weltcup für Marathon-Rallyes gewannen Bruno Saby (2005) und der zweimalige Rallye-Weltmeister Carlos Sainz (2007) zwar im Race Touareg. Den ersten „Dakar“-Sieg feierte Volkswagen aber erst nach dem aus sicherheitspolitischen Gründen stattfindenden Umzug nach Südamerika 2009. 

Ab 2009 also Südamerika. Die Strecke führte von Buenos Aires durch die Ausläufer der Anden und die Atacama-Wüste in Chile zurück zur argentinischen Hauptstadt. Der damalige Volkswagen Motorsport Direktor Kris Nissen schickte wieder vier Race Touareg ins Rennen. Nach rund 9.000 Kilometern feierte Volkswagen einen Doppelsieg – Giniel de Villiers siegte vor Mark Miller. Der Bann war gebrochen, zum ersten Mal hatte ein Fahrzeug mit Dieseltriebwerk die härteste Marathon­-Rallye der Welt gewonnen.

2010 landete Volkswagen einen Dreifachsieg mit Carlos Sainz vor Nasser Al-Attiyah und Mark Miller. 2011 siegte der Katarer Al-Attiyah in der dritten Generation des Race Touareg (RT3), jetzt mit Bi-Turbo-Konfiguration 228 kW (310 PS) stark, vor den Teamkollegen de Villiers und Sainz.Das Jahr 2011 markierte schließlich das Ende des Engagements von Volkswagen bei der Rallye Dakar.

Die nächste Herausforderung für die Werkssportler wartete schon – die Rallye-Weltmeisterschaft.

Power-Start in die Rallye-Weltmeisterschaft

Der neue Technikdirektor von Volkswagen Motorsport, François-Xavier Demaison, stellte ein sogenanntes World Rally Car (WRC) auf Basis des Polo auf die Beine, das mit 1,6-Liter-Turbobenziner mit Direkteinspritzung und sequenziell geschaltetem Sechsgang-Getriebe über Jahre Maßstäbe setzen würde. Aber noch war es nicht so weit. Um die Abläufe im Neuland Rallye-WM zu trainieren, bestritt Volkswagen Motorsport die Saison 2012 mit einem Fabia von Konzernschwester Škoda in der zweiten Liga. 

Kurz bevor er an Nachfolger Jost Capito übergab, war Volkswagen Motorsport Direktor Kris Nissen noch ein Coup gelungen: Er hatte den französischen Nachwuchsstar Sébastien Ogier verpflichtet. Seine Teamkollegen wurden schließlich der Finne Jari-Matti Latvala und der Norweger Andreas Mikkelsen.

Gute Wahl: Ogier zahlte das in ihn gesetzte Vertrauen schon im Januar 2013 zurück. Gleich bei der allerersten Wertungsprüfung, die der Polo R WRC im Wettbewerb fuhr, setzte er bei der Rallye Monte Carlo die Bestzeit. „Uns ist ein Riesenstein vom Herzen gefallen. Wir waren zwar überzeugt, schnell zu sein“, sagte Motorsport-Direktor Capito. „Aber erst der Wettbewerb brachte die Bestätigung für die tolle Arbeit,  die jeder Einzelne im Team geleistet hatte.“

 

Dauergast auf dem Siegertreppchen

Weltmeister mal vier
Zwischen 2013 und 2016 holten Sébastien Ogier (rechts) und Beifahrer Julien im Polo R WRC vier Titeln in der Rallye-WM.

Sébastien Ogier startete eine einzigartige Siegesserie. Im Verlauf der Premierensaison gewann er neun der 13 WM-Rallyes und holte sich überlegen seinen ersten Titel. Bis zum WM-Ausstieg von Volkswagen Ende 2016 siegte der Polo R WRC auf so unterschiedlichen Terrains wie den vereisten Bergstraßen der Rallye Monte Carlo, den tief verschneiten Waldwegen bei der Rallye Schweden, dem brutalen Schotter der Rallye Argentinien oder dem brüchigen Asphalt bei der Rallye Deutschland.

Insgesamt viermal in Folge wurde Ogier mit dem Polo R WRC Weltmeister. Die Teamkollegen Latvala und Mikkelsen steuerten weitere Siege bei. Latvala wurde 2014 und 2015 außerdem Vize-Weltmeister, Mikkelsen belegte in der Endwertung dreimal Rang drei. 

 

Rekord-Statistik made by Volkswagen

In zwei Statistiken belegt Volkswagen dadurch noch heute die ersten beiden Plätze. Zwischen der Rallye Australien 2013 und der Rallye Finnland 2014 und noch einmal von der Rallye Portugal 2015 bis zur Rallye Mexiko 2016 blieb der Polo R WRC ungeschlagen – die Serie von jeweils zwölf WM­-Siegen in Folge ist noch immer gültiger Rekord. Auch die zwölf Saisonsiege 2014 und 2015 – bei jeweils 13 Rallyes – wurden nie zuvor erreicht.

Bei den 52 WM-Läufen, die Volkswagen Motorsport in den vier Jahren bestritt, stand 43-mal der Fahrer eines Polo R WRC ganz oben – das entspricht einem Siegquotienten von sagenhaften 82,7 Prozent. Logisch, dass Volkswagen auch viermal hintereinander den Markentitel gewann.  

 

 

 

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