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Golf GTI im Motorsport

Born to be wild

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Drei magische Buchstaben, die auch im Motorsport eine überaus sportliche Figur machten: Kaum auf dem Markt, begann der Volkswagen Golf GTI im Jahr 1977 auch schon seine Renn- und Rallyekarriere.

Der Golf GTI weckt auch bei den altgedienten Motorsport-Fans jede Menge Erinnerungen: Schon kurz nach seiner Geburt 1976 unternahm das Wolfsburger Kraftpaket die ersten Gehversuche auf rennsportlichem Parkett. Womit der Golf GTI auch wesentlich zum Ruhm von Volkswagen auf der Rundstrecke und bei Rallyes beitrug.

Denn kaum war der GTI aus der Taufe gehoben, da begann 1977 auch schon seine Motorsport-Karriere an allen Fronten. Einem breiten Publikum präsentierten sich zunächst 40 technisch identische 81 kW (110 PS) Golf GTI in der Markenpokal-Rennserie „VW Junior Cup“, aus der ein Jahr später der „VW Golf GTI Cup“ hervorging. Die Motorleistung stieg alsbald auf stattliche 110 kW (150 PS) an.

 

VW Junior Cup: heiße Rennverläufe, packende Duelle

Von 1977 bis 1982 bildete der Golf GTI das Einheitsfahrzeug der Volkswagen eigenen Markenpokal-Rennserie. Die wilde Horde gastierte zehnmal pro Jahr im Rahmenprogramm hochwertiger Rundstrecken-Events und bot dem Publikum herzerfrischende Rennverläufe und sehenswerte Rad-an-Rad-Duelle. Erfahrene Volkswagen Tuner setzten bis zu drei Golf GTI ein und sorgten so für ein immer professionelleres Niveau. Zeitgleich eroberte die Golf GTI-Rennserie unter dem Namen „VW Rabbit-Cup“ auch die USA und brachte dort mit Paul Hacker einen Dauersieger und vierfachen Meister hervor.

Mit rekordverdächtigen Leistungen sicherten sich auch hierzulande mehrere Piloten einen festen Platz in der Historie der Golf GTI-Rennserie. So gelang dem Hannoveraner Walter Struckmann 1978 das einmalige Kunststück, alle zehn Cup-Läufe zu gewinnen. Oder die Doppelmeister Heinz Friedrich Peil (Oberhausen) und Alfons Hohenester (Gaimersheim) – beiden gelang wie ihrem Kollegen Struckmann auch der Sprung in höherwertige Championate. Peil trat in der internationalen Rundstrecken-Meisterschaft und danach in der DTM an. Hohenester wurde zum gefürchteten Golf GTI-Siegfahrer an allen möglichen Fronten und heimste weitere Titel ein. Und dann wäre da noch Berthold Bermel, der einen ganz besonderen Rekord für sich in Anspruch nehmen kann – der Kaufmann aus Krefeld nahm ab der Premiere 1977 auf dem Flugplatzkurs der Insel Sylt bis zum Finale 1982 am Nürburgring durchgängig an allen Golf GTI-Cup-Rennen teil und hängte danach sogar noch sieben Jahre im VW Polo Cup dran. Macht für ihn stolze 13 Jahre Präsenz in Volkswagen Marken-Cups.

 

Erfolgreich auch im Rallyesport

Auch im Rallyesport wurde der Golf GTI zur festen Größe, die es zu schlagen galt. Schon ein Jahr nach den ersten Auftritten des Golf GTI im Rallyesport erkämpfte sich der Hamburger Klaus-Joachim „Jochi“ Kleint die populäre Deutsche Rallycross-Meisterschaft. Volkswagen Motorsport in Hannover entwickelte den GTI kontinuierlich weiter mit dem Resultat, dass das bayerische Team Alfons Stock/Paul Schmuck 1981 mit dem giftgrünen „Rheila-Golf“ (Spitzname „Frosch“) die Deutsche Rallye-Meisterschaft gewann. 1986 gelang der wohl größte Erfolg des Golf GTI überhaupt – der Gewinn der Rallye-Weltmeisterschaft für seriennahe Fahrzeuge durch den Schweden Kenneth Eriksson und seinen deutschen Copiloten Peter Diekmann.

GTI als Langstreckensportler

Mit zahlreichen weiteren Titeln und wertvollen Einzelsiegen glänzt der Golf GTI nun schon mehr als 40 Jahre lang auf ganzer Strecke. Selbst beim berühmten Langstrecken-Klassiker, den 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring, hat der Golf GTI mit zahlreichen Gruppensiegen und annähernd 50 Klassensiegen seine Zuverlässigkeit bewiesen. Seit 2016 ist auf der legendären Nordschleife die Fahrzeugkategorie TCR zugelassen, für die Volkswagen Motorsport eine Rennversion des Golf GTI entwickelte.

Weltweite Erfolge mit dem Golf GTI TCR

Das 2015 ins Leben gerufene TCR-Reglement vereint hochkarätigen Rennsport mit serienbasierter Technik. Zugelassen sind 4- und 5-türige Fahrzeuge mit 2,0-Liter-Benzin- oder Dieselmotoren – perfekt für den Golf GTI. Das Wettbewerbsmodell Golf GTI TCR avancierte zu einem der erfolgreichsten Renntourenwagen im weltweit ausgetragenen FIA Tourenwagen-Weltcup (WTCR) und zahlreichen nationalen Meisterschaften.

Stefano Comini (2016) und Jean-Karl Vernay (2017) fuhren im Golf GTI TCR zum WTCR-Titel, weitere Titel in der TCR Asia (2016 u. 2017) sowie in der TCR Middle East, TCR UK, TCR Asia und TCR Scandinavia (2018) kamen hinzu.

Darüber hinaus wurde der Golf GTI TCR 2017 als „Model of the Year“ aller TCR-Rennfahrzeuge ausgezeichnet. Volkswagen Motorsport baute bis 2019 mehr als 100 Exemplare des Rennwagens in Kleinserie und Handarbeit auf und lieferte sie an Kundenteams auf der ganzen Welt.

Unter der Haube des Rennwagens Golf GTI TCR steckt als Basistriebwerk der gleiche 2.0 TSI, wie er auch in den Serienmodellen Golf GTI Performance und Golf GTI TCR zum Einsatz kommt – ein Vierzylinder-Vierventiler mit Turboaufladung und Direkteinspritzung. In der Rennversion leistet er allerdings 250 kW (340 PS) – damit beschleunigt der Golf GTI TCR in 5,2 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Optisch differenziert sich die Rennversion vom Serienmodell vor allem über die um etwa 15 Zentimeter breitere Karosserie und den einstellbaren Heckflügel aus Aluminium. Volkswagen Motorsport bot für den Golf GTI TCR Sechsganggetriebe in zwei verschiedenen Varianten an. Das sequenziell geschaltete Getriebe wird bei vergleichsweise kurzen Rennen wie in der WTCR eingesetzt. Das Direktschaltgetriebe (DSG) mit Schaltwippen am Lenkrad entlastet den Fahrer und ist ideal für die Langstreckenserie auf dem Nürburgring oder 24-Stunden-Rennen, wo der Golf GTI TCR zahlreiche Klassensiege gefeiert hat. 

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