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It’s our Life:
Die Golf Familie

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Wohl kaum ein anderes Auto ist so tief im Leben seiner Fahrer verwurzelt wie der Golf. „It’s our Life“: In dieser Serie stellen wir Menschen vor, die Golf fahren – und leben. In Folge zwei erzählen Anna Webelsiep und Christoph Dalchau, wie ein Golf II Sondermodell „Madison“ von 1983 Teil ihrer Familie geworden ist.

Gelsenkirchen, an einem milden Herbstnachmittag: Du biegst um die Ecke und plötzlich schaut es aus wie im Jahr 1990: Einträchtig hintereinander parken Golf II „Function“ und Golf II „Madison“. Der erste ein Fünftürer, der zweite ein Dreitürer – und in eben diesem ein Kindersitz, Plüschtiere und eine sehr bekannte Frosch-Figur, die als Aufkleber aus der hinteren linken Seitenscheibe hervorlugt.

 „Das ist Kermit!“, stellt Anna Webelsiep lachend ihren Golf II „Madison“ vor, während ihr Ehemann Christoph Dalchau gerade die gemeinsame Tochter Mathilda aus seinem „Function“ hebt: „Umsteigen, Mathilda – heute fahren wir mit Mamas Kermit, nicht mit Papas Oscar!“ Mathilda kiekst freudig: Die TV-Puppen-Tradition geht in die nächste Generation Golf.

335.00 Kilometer durch den Alltag 

Dass man als junger Mensch von jeweils gerade einmal 30 Jahren Autos fährt, die ziemlich genau so alt sind, wie man selbst, ist alles andere als eine Selbstverständlichkeit. Das muss Liebhaberei sein, Spielerei – ist es aber nicht: „Unsere beiden Golf fahren wir seit Jahren kompromisslos im Alltag“, sagt Anna mit einem Anflug von Verwunderung. Klar: Golf II, der Unzerstörbare, seit 1983 auf den Straßen unterwegs und dort bis zum heutigen Tage präsent. Als Anna im Jahre 2008 ihren „Kermit“ kaufte, hatte der 1,3-Liter-Golf mit seinen 55 PS 175.000 Kilometer runter, Ende 2019 sind es sage und schreibe 335.000! 

Das ist eine drittel Million, doch für Anna und Christoph, die sich einst bei der Absolvierung eines Freiwilligen Sozialen Jahres kennen und lieben lernten, ganz normal. „Wenn du stets ein wenig Acht gibst und deinem Golf zuhörst, kleine Macken rasch beseitigst, ist das alles andere als Zauberwerk“, sagt Christoph, der als Dreher und Fräser arbeitet und gemeinsam mit Krankenschwester Anna die familien-eigenen Golf II „verarztet“. 

 

 

„Zuverlässig, überschaubar, passt alles hinein“ 

Apropos, tatsächlich sagt das junge Paar auf die Frage, welcher Begriff diesen Golf am besten charakterisiere, „familiär“: „Beide Golf sind über die Jahre tatsächlich Teil der Familie geworden. Sie sind technisch zuverlässig und überschaubar, es passt alles hinein, vom Einkauf übers Gepäck bis hin zum Kinderwagen – und mittlerweile sind sie längst Klassiker“, freut sich Anna, die gemeinsam mit Christoph Mitglied der 1. Original Golf I Interessengemeinschaft ist, seit sie sich einst ein Golf I Cabriolet anschafften. „Das Cabrio sieht aber keinen Winterbetrieb, deswegen kamen schnell die Golf II als Alltagskünstler in unser Leben“, verraten Anna und Christoph ihre automobile Vita. 

Von Geburt an Golf 

Währenddessen ist Mathilda immer in Aktion: Sie umrundet laufend und lachend „ihren“ Kermit und streicht ihm über die Flanken. Nach genossener Fahrt turnt sie beim Stopp aus ihrem Kindersitz nach vorn hinter hinters Lenkrad und will Auto, nein: Golf fahren! Den Wagen, den sie quasi von Geburt an kennt. „Es war das bisher schönste Erlebnis mit dem Golf“, lächelt Anna, „als wir Mathilda mit aus dem Krankenhaus abholten.“ 

Und wenn das mit Mathilda, Kermit und Oscar so bleibt, ist die Sache mit der Golf Tradition geritzt. 

 

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